Plattform für innovative Kunst__

Podium 13: Neun Preisträger erhalten zwischen 3.700 und 19.000 Euro für die Umsetzung ihrer Kunstprojekten .

Das Land Salzburg fördert mit der Aktion „Podium 13“ (Dotation: 100.000 Euro) kulturelle Ausdrucksformen, die sich durch ihren innovativen Ansatz vorhandenen Spartenvorgaben entziehen und somit neue Impulse in der Salzburger Kulturlandschaft setzen. 73 Projekte wurden für „Podium 13“ eingereicht. Damit zeigen sich auch in der vierten Auflage der Ausschreibung die Bedeutung und der Bedarf dieses Förderinstrumentes. Die große Anzahl an Einreichungen spiegelt zudem die Lebendigkeit und Vielseitigkeit der Salzburger Kulturszene wider.

Die Jury, bestehend aus Angela Glechner (Szene Salzburg), Chris Müller (Tabakfabrik Linz) und Tobias Pötzelsberger (ORF Salzburg), haben unter allen Einreichungen neun Projekte ausgewählt und sich dazu entschlossen, diese mit Förderungen zwischen 3.700 Euro und 19.000 Euro zu unterstützen. Die Palette der ausgewählten Siegerprojekte ist sehr abwechslungsreich. Es wurden auch heuer wieder ausgesprochen innovative und moderne Projektansätze gefunden, die unter Beweis stellen, dass es in Salzburg ein großes Potenzial für neue, kreative Zugänge zu Kunst und Kultur und das Verlassen bekannter künstlerischer Pfade gibt. Die Umsetzung der Siegerprojekte soll im Oktober 2013 stattfinden.

Die Siegerprojekte__

Tatort Würstelstand

ohnetitel – netzwerk für theater- und kunstprojekte (19.000 Euro)
Ein klassischer Würstelstand im Andräviertel und seine Kundschaft dienen als soziale Drehscheibe und Austauschbörse für bekannte und unbekannte Gerüchte. Daraus entwickelt „ohnetitel“ einen inszenierten Rundgang, der die Teilnehmer zu verschiedenen Schauplätzen führt und zur Lösung eines fiktiven Kriminalfalles einlädt.

Heimatabend

Marcus Hank (10.000 Euro)
Hamon Tanin und Marcus Hank thematisieren in einem „soziologischen Experiment“ die mediale Inszenierung von Zivilisation und Barbarei zwischen Alpen und Hindukusch.

known unknowns

Rainer Kohlberger (9.500 Euro)
Der Komponist und Klangkünstler Rainer Kohlberger konzipiert eine überdimensionale, audiovisuelle Kunstinstallation, die sich über das gesamte Bundesland erstrecken wird.

Kryptophonie

Hörstadt Linz (19.000 Euro)
Kryptophonie ist ein Projekt, das den öffentlichen Raum auf akustischer Ebene erforscht und erschließt. Der spielerische Zugang lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung des akustischen Alltags zu hinterfragen.

Fallen Angels

Robert Praxmarer, Thomas Wagner (9.400 Euro)
Die interaktive, provokante und höchst aktuelle Videoinstallation „Fallen Angels“ verkörpert die Sinn- und Haltsuche in unserer Gesellschaft. Sie regt zum Denken über Schuld und Sühne, Rache und Erlösung oder Macht und Ohnmacht an.

Nobel Peace Price

Thomas Vau (3.700 Euro)
Ein charmantes, ergebnisoffenes (und nicht-moralisierendes) Projekt zur Wahrnehmung der Verleihung des Nobelpreises an die Europäische Union.

Klangtank

Marlene Hirtreiter und André Mayer (6.685 Euro)
„Klangtank“ ist vieles: öffentliche Installation, Sounderlebnis, Irritation und nicht zuletzt auch eine Erinnerung an Paola Pivis umstrittenen „Kunst-Helikopter“.

365 Tage Kunstbaustelle

Christiane Pott-Schlager (9.000 Euro)
Die „Kunstbaustelle“ legt öffentlich und alltagsirritierend den Finger in die Wunde: Die Kunst und das Prekariat kommen allzu oft in unheiliger Kombination daher!

Die Heimkehr der Töchter

Alpine Gothic (12.000 Euro):
„Die Heimkehr der Töchter“ setzt sich mit dem „Ankommen“ auseinander und interveniert an unterschiedlichen Plätzen der Heimkehr. Wenn dann die echten Heimkehrer auf die falschen treffen, wenn plötzlich irgendetwas anders ist als es alle aus dem volkskulturellen Kanon kennen, dann ist Kunst dort, wo sie hingehört.