The Sound of Oil__

public sound sculpture

Ein großer, alter, rostender Öltank — als ob ihn der Untergrund ausgespuckt hätte — liegt quer, mitten auf einem Platz im öffentlichen Raum. Der Tank macht dabei durch seine Größe und Positionierung auf sich aufmerksam und lädt PassantInnen dazu ein sich näher mit diesem ungewöhnlichen Objekt zu beschäftigen. Beide Seiten des Tanks sind geöffnet. Man kann dabei nicht nur hineinsehen, sondern ihn auch betreten. Aufgrund seiner Form und seines Materials besitzt der kegelförmige Tank einen einzigartigen Klang und Hall und ist daher für sich selbst schon ein akustisches Erlebnis. Es werden Klänge von alltäglichen Objekten und Materialen, die zum Teil aus Öl bestehen, aufgenommen, arrangiert und mit Hilfe von Schallwandlern direkt auf die Tankoberfläche geleitet. Dadurch wird der Tank zu einem riesigen Resonanzkörper, der einen flächendeckenden Sound abgibt und die BesucherInnen klanglich akustisch umschließt.

Der Sound setzt sich dabei aus einer Vielzahl an Fieldrecordings zusammen: Objekte die aus Öl bestehen (Plastik), Orte und Objekte die fossile Energieträger verbrauchen (Heizungsräume, Autoverkehr): All diese Aufnahmen werden zu einer Klangcollage zusammengefügt. Aufgrund der Schllwandler wird die gesamte Soundcollage auch körperlich spürbar: Es entsteht ein einzigartiges, hörbares und spürbares Klang-Raum-Erlebnis.

Künstlerinfo

Dekonstrukt ist ein intermediales Kollektiv, das sich im Frühjahr 2013 zusammenschloss: Die Sounddesignerin Marlene Hirtreiter und den Mediendesigner Andre Mayr verbindet das gemeinsame fächerübergreifende Interesse an Medien und deren Wirkung im multimedialen Zusammenspiel. Weiters eint sie die Wertschätzung am kritischen und konzeptuellen Arbeiten.

TERMINE

täglich zu besuchen von 09:00 bis 18:00 Uhr
vom 12.10 bis zum 10.11.2013
Unipark Nonntal