ABGESTELLT? SKULPTUREN AUS DER ZEIT DES NATIONALSOZIALISMUS

Ein temporäres künstlerisches Projekt mit Studierenden der Salzburger Universitäten
Leitung: Bernhard Gwiggner / Hildegard Fraueneder

Wie in vielen anderen Städten auch scheinen in Salzburg die Relikte und künstlerischen Arbeiten aus der Zeit des Nationalsozialismus als gewohnt ins öffentliche Bild integriert zu sein, bisweilen regen sie allerdings nach wie vor zu Debatten über den Umgang mit dem problematischen Erbe an. Die meisten dieser in öffentlichen Parks aufgestellten Skulpturen sind als "Geschenk" in den öffentlichen Besitz gelangt – so die beiden Monumentalskulpturen von Josef Thorak im Kurpark, aber auch die Skulpturen von Fritz Klimsch, Max Rieder und Rudolf Alexander Agricola im Park des Landeskrankenhauses Salzburg.

Mit zeitgenössischen künstlerischen Methoden werden nun diese umstrittenen Hinterlassenschaften reflektiert und ein kritischer Diskurs der Auseinandersetzung initiiert, der weder belehrend noch rechthaberisch die Widersprüchlichkeiten im Umgang der Politik und der Öffentlichkeit thematisieren will.

Die mobilen Interventionen haben die genannten Skulpturen zum Ausgangspunkt und zielen auf eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die problematische, weil unhinterfragte Kontinuität nationalsozialistischer Artefakte im Stadtraum und im Selbstbild der Stadt Salzburg ab.

Abbildung: Bernhard Gwiggner, Fotomontage, 2010

TEILNEHMENDE STUDENTEN


Bernadette Edtmaier
Oliver Gogl & Daniel Toporis
Nicoletta Hibler
Tanja Hittenberger & Michaela Koch
Ines Rettensteiner
Clara Widerin
Leitung: Hildegard Fraueneder, Bernhard Gwiggner

TERMINE UND ORTE


Eröffnung am 30. März 2011 um 13:00 Uhr
LH-Stv. David Brenner und Rektor Reinhart von Gutzeit
Mirabellgarten / Zauberflötenspielplatz

Künstlerische Interventionen - Mi 30. & 31. März 2011
Kurpark/Mirabellgarten zwischen den Statuen Paracelsus und Kopernikus
MI 13:00 - 19:00, DO 12:00 - 18:00
Park Salzburger Landeskrankenhaus neben Innere Med. III
MI 15:00 - 16:00, DO 13:00 - 14:00