MY IDENTITY IS OPEN__


Der Dokumentarfilm “My Identity Is Open” zeigt uns die Welt, wie sie in wenigen Jahren aussehen  könnte. Er erzählt die Geschichte von Damian, der in einer Gesellschaft lebt, in der die My Identity Is Open-Technologie weit verbreitet ist. My Identity is Open, das ist ein Mobiltelefon, das nicht etwa nur telefonieren kann. Mit dem Gerät kann Damian die Menschen in seinem Umfeld scannen. Via   Gesichtserkennung aber auch über GPS und UMTS?Lokalisierung erhält er Zugriff auf einen ausgedehnten Pool an Daten zu seinem Gegenüber. Name, Alter, Wohnort, Vorlieben, Bankauszug... Miio gibt  auch Aufschluss über den Gesundheitszustand einer Person oder deren strafrechtliche Vergangenheit. Mit My Identity Is Open kann Damian ganze Identitäten offen legen.

Der Film wird in einer experimentellen Mixtur aus dokumentarischen und fiktionalen Elementen erzählt. Dabei driften die Filmemacher zuweilen in das Genre der Mockumentary ab, wenn etwa faktische Experten-Aussagen aus dem Kontext gerissen werden. Ein die Glaubwürdigkeit untermauernder dokumentarischer Stil wird dabei aber konsequent beibehalten.

My Identity Is Open ist auch eine kritische Vorschau auf die klassischen Dystopien, wie sie uns schon von Huxley, Orwell oder Samijatin vorgezeichnet wurden. Der Film thematisiert den grassierende Drang zur Offenlegung der eigenen Daten, gepaart mit modernster Technologie in einem Umfeld, in dem Datenschutz und Privatsphäre nur noch bedeutungslose Relikte längst vergangener Tage sind.

TERMIN

15. April 2011, 18:00, Museum der Moderne
Präsentation des Doku-Teasers
"My Identity Is Open"
und anschließend
subnet.TALK mit Dr. Hans Zeger
"Measuring the crowd"
Wie Menschen auf Datensätze reduziert werden